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The American Tribal Love-Rock Musical

HAIR

Broadway Musical Company New York

Di. 01.05.2018 | Schwabach | Markgrafensaal | Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:00 Uhr | bestuhlt

HAIR

Let the sunshine in... HAIR - Das Musical
Esoterik, Räucherstäbchen, LSD und freie Liebe. Das sind die ausschlaggebenden Attribute der Blumenkinder. In HAIR sucht die Hippiebewegung der 68er ein neues Lebensgefühl. Eine Gesellschaft jenseits von Krieg, Rassentrennung und Autorität. Eine Ära im Zeichen von "Aquarius". Make love, not war. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen der aus patriotisch-bürgerlichen Verhältnissen kommende Claude H. Bukowski und die Hippie-Truppe von George Berger und seinen Freunden. Der zu seiner Einberufung nach New York gereiste Claude wird durch seine Erfahrungen mit Berger und seiner Freundin Sheila und seiner konservativen Herkunft immer mehr in einen inneren Konflikt getrieben. Wird er seine neu erworbenen, pazifistischen Ideale ignorieren und als Soldat in Vietnam seinem Land dienen, Menschen töten und vielleicht sogar sein eigenes Leben riskieren? Oder wird er seinen Dienst verweigern, und somit eine Gefängnisstrafe und gesellschaftliche Ächtung in Kauf nehmen?


Good morning starshine - Ein musikalischer Epos
Das Musical HAIR gilt bis heute als Meilenstein des Musiktheaters. Die Vorlagen zu HAIR entstanden durch Gerome Ragni und James Rado, die sich als einfache Schauspieler kennenlernten. Durch die Provokationen des damaligen modernen Theaters und den Unruhen durch die Protestbewegung entstand ein Text aus einer Symbiose aus harten, vorwurfsvollen Zeilen und einer friedlichen, weichen Poesie. Diese Harmonie aus den eigentlich völlig unterschiedlichen Kontrasten schaffte es, die Spannung und die inhaltliche Bedeutung noch weiter hervorzuheben. Nach zahlreichen Off-Broadway Aufführungen (die erste 1966) arbeiteten die beiden Schöpfer von HAIR gemeinsam mit Galt MacDermot an einer musikalischen Inszenierung. Dem ehemaligen Kirchenmusiker und Organist gelang ein grandioser Einklang aus Rhythmus, Harmonie und Instrumentierung. Zu den ersten Aufführungen des Musicals kam Bertrand Castelli als Regisseur hinzu. Castelli war Anführer mehrerer Friedensmärsche und landete häufig im Gefängnis. Er schaffte es, HAIR die radikale, pazifistische Philosophie einzuhauchen und machte somit das Musical zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.


Die Story:
USA, Ende der 1960er Jahre. Claude und Berger, zwei Freunde, begehren mit vielen Gleichgesinnten auf gegen die Regeln und Beschränkungen der Gesellschaft, in der sie leben. Sie meinen, eine neue Lebensform gefunden zu haben, die geprägt ist durch die Liebe zueinander, die Gewaltlosigkeit, den Frieden. Sie hoffen auf ein neues Zeitalter im Zeichen des Wassermanns, in dem Werte wie Freiheit und Wahrheit höchste Bedeutung haben. Noch wird ihr Leben beherrscht von Auseinandersetzungen mit der vorigen Generation, mit deren Moralvorstellungen und Pflichtbewusstsein. Aber es ist vor allem der Vietnam-Krieg, der die höchste Bedrohung darstellt. Claude hat mit anderen den Einberufungsbefehl erhalten. Dadurch gerät sein größter Reichtum, sein eigenes Leben, in Gefahr. Gemeinsam sucht man nach Gründen, der Army zu entgehen. Vortäuschen von Homosexualität? Das Vernichten des Befehls? Die Eltern können das mangelnde Verantwortungsbewusstsein ihrer Kinder nicht verstehen und beklagen auch ihr Nichtstun und ihr Aussehen. Berger musste die Universität verlassen, weil die Professoren einen Drogen konsumierenden langhaarigen Rebellen nicht länger dulden wollten. Und nun greift der Krieg nach ihm und Claude und den anderen. Ein Krieg, in den Weiße Schwarze und Weiße gegen Gelbe schicken, um Land zu verteidigen, das sie den Roten gestohlen haben. Aber auch an den eigenen Vorstellungen und Forderungen scheitert man. Beim Be-In, zu dem auch das Musical-Publikum eingeladen und zum Zeugen und Betroffenen wird, verbrennen alle bis auf Claude ihre Einberufungsbefehle. Er nimmt ihn im letzten Moment aus dem Feuer und wird mit allen anderen Beteiligten von der Polizei verhaftet. Claude hat resigniert und macht sich bereit für den Krieg. Mit dem Koffer in der Hand kommt er, um Abschied zu nehmen. Er hat es nicht geschafft, sich gegen die Einberufung aufzulehnen. Wieder einmal soll Rauschgift helfen, die Wirklichkeit erträglicher zu gestalten. Gemeinsam begibt man sich auf einen Trip. Auch hier ist der Krieg das beherrschende Thema. Von Vietnam geht Claudes Reise zurück bis zu George Washington, den Indianerkriegen, Abraham Lincoln, dem Bürgerkrieg. Jeder tötet jeden. Schwarz kämpft gegen Weiß, Sklave gegen Herren, eine Religion gegen die andere. Wieder aufgewacht gestehen sich Berger und Claude ihre unterschiedlichen Vorstellungen vom Leben. Berger will nichts tun, sich treiben lassen, high bleiben. Claude möchte unsichtbar sein, der einzige Wunsch, der ihm in "diesem Dreck noch bleibt". Gemeinsam mit den anderen verbringen sie die letzte Nacht der Welt. Claude wird tatsächlich von vietnamesischen Kämpfern erschossen. Unsichtbar geworden, können ihn die anderen weder sehen noch hören, als er kommt und ihnen erzählt, dass es ihn erwischt hat. Berger erweist der auf einem schwarzen Tuch liegenden Leiche die letzte Ehre. In einem allerletzten Auftritt besingt Claude gemeinsam mit ihm die Schönheit des Hippie- Daseins.


Easy to be hard - Die Geschichte hinter dem Musical
Ende der 1960er Jahre waren über eine halbe Million Soldaten in Vietnam stationiert. Als Antwort auf den Vietnam-Krieg und die herrschenden Verhältnissen entwickelte sich ein Protest aus Demonstrationen, Studentenunruhen und Aufmärschen. Diese Revolte fiel zusammen mit der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung gegen Apartheid, Rassismus und Gewalt. Lange Haare, Blumenschmuck und die freie Liebe stilisierten sich hierbei als Symbole des Widerstands. Auch in Deutschland entbrannte eine Studentenbewegung gegen die etablierten Verhältnisse. Das Musical HAIR reflektiert die Gefühle der jungen Leute zu dieser Zeit und zeigt auf, dass die Hippies und Blumenkinder alles andere waren als verschmuddelte Gammler und Faulenzer. Sondern junge, von den Revolten beeinflusste, Studenten, Schüler und Arbeiter.


Where do I go - HAIR auf der ganzen Welt
1966 war die Uraufführung der Off-Broadway Inszenierung. Ab 1968 spielte HAIR fast durchgehend am Broadway und erlangte wenig später auch weltweiten Erfolg. 1979 wurde "Hair" von Michael Weller verfilmt. Die musikalische Verfilmung hat sich bis heute Millionenfach verkauft.


Fazit
In HAIR erleben Sie nicht nur eine brillante Show aus Tanz, Musik und farbenfrohen Kostümen, sondern nehmen gleichzeitig an einer unterhaltsamen und dramatischen Geschichtsstunde teil. Sie spüren am eigenem Leib die Angst und die zeitgleiche Hoffnung der Menschen auf eine bessere Zukunft. Tiefsinnige Lyrik, atemberaubende Lieder und Choreografien machen HAIR zu einem unvergesslichen Ereignis. Sie werden sich noch lange danach wieder deutlich jünger fühlen.

www.showservice-international.de/de/produktionen/musicalhair/

HAIR Mitschnitt Europa-Tournee 2016

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